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Ratgeber · KI-Suche · 8 Min. Lesezeit

KI-Suche 2026: So finden Kunden Ihr Unternehmen in ChatGPT & Google.

Immer mehr Menschen fragen nicht mehr „Friseur Köln“, sondern: „Welcher Friseur in Köln-Porz ist gut für lockiges Haar?“ – und bekommen eine fertige Antwort von einer KI. Was das für kleine Unternehmen und Praxen bedeutet, was wirklich hilft und wovon Sie besser die Finger lassen.

Von Erfan Amiri, GOWERB Köln · Stand: 22. Oktober 2026

Hand tippt auf ein Smartphone, darüber Symbole eines KI-Chatbots
Kunden fragen heute auch eine KI, wenn sie einen Anbieter in der Nähe suchen. Bild: Adobe Stock
Kurz gesagt
  • Google sagt selbst: Für KI-Übersichten und den KI-Modus braucht es keine Spezial-Tricks – es zählen dieselben Grundlagen wie bei SEO.
  • Für lokale Unternehmen ist ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil besonders wichtig.
  • Damit ChatGPT Ihre Seite in der Suche zeigen kann, muss der Crawler OAI-SearchBot Ihre Website lesen dürfen.
  • Niemand kann seriös garantieren, dass eine KI Sie empfiehlt.

Was hat sich verändert?

Bei vielen Suchanfragen zeigt Google inzwischen eine KI-Übersicht (AI Overview) über den normalen Ergebnissen. Seit Herbst 2025 gibt es außerdem den KI-Modus (AI Mode) auch in Deutschland und auf Deutsch: Dort stellt man ganze Fragen und bekommt eine ausformulierte Antwort mit Quellen-Links. Parallel nutzen viele Menschen ChatGPT direkt als Suchmaschine.

Für Sie als Unternehmen heißt das: Ein Teil Ihrer Kunden sieht nicht mehr zuerst eine Liste mit zehn blauen Links, sondern eine Antwort, in der – im besten Fall – Ihr Unternehmen genannt und verlinkt wird.

Was sagt Google offiziell?

Google hat im Juli 2026 eine eigene Anleitung zur Optimierung für KI-Funktionen veröffentlicht. Die wichtigsten Punkte daraus, in einfachen Worten:

  • Keine neuen Geheimtricks: KI-Übersichten und KI-Modus nutzen dieselben Ranking- und Qualitätssysteme wie die normale Suche. Begriffe wie „GEO“ oder „AEO“ beschreiben laut Google im Kern weiterhin SEO.
  • Eigene Inhalte statt Wiederholung: Gefragt sind Inhalte mit echter Erfahrung und eigener Perspektive – nicht das, was ohnehin schon überall steht.
  • Technik muss stimmen: Ihre Seiten müssen indexiert sein, von Google gelesen werden können und eine gute Nutzererfahrung bieten.
  • Lokale Unternehmen: Das Google-Unternehmensprofil hilft ausdrücklich bei der Sichtbarkeit in KI-Antworten.
  • llms.txt bringt bei Google nichts: Google Search nutzt solche Dateien nicht – sie schaden aber auch nicht.
  • Strukturierte Daten sind keine Pflicht für KI-Funktionen, bleiben aber für normale SEO sinnvoll.

Und ChatGPT?

ChatGPT nutzt für seine Suchfunktion einen eigenen Crawler namens OAI-SearchBot. Laut OpenAI erscheinen Websites, die diesen Crawler aussperren, nicht in den Suchantworten von ChatGPT. Wichtig zu wissen: Der GPTBot ist ein anderer Crawler – er sammelt Inhalte für das Training von KI-Modellen. Sie können OAI-SearchBot erlauben und GPTBot trotzdem sperren, wenn Sie Ihre Inhalte nicht fürs Training freigeben möchten.

In der Praxis wird OAI-SearchBot manchmal unbemerkt blockiert – nicht in der robots.txt, sondern durch eine Firewall beim Hoster, die unbekannte Bots abwehrt. Das lohnt sich zu prüfen.

Smartphone mit KI-Symbol – Kunden fragen KI per Sprache nach Anbietern
Fragen an eine KI sind länger und konkreter als klassische Suchbegriffe. Bild: Adobe Stock

Die Checkliste: 7 Schritte für kleine Unternehmen

  1. Google-Unternehmensprofil vollständig pflegenRichtige Kategorie, Leistungen mit kurzen Beschreibungen, Öffnungs- bzw. Erreichbarkeitszeiten, echte Fotos und der Link zu Ihrer Website. Bitten Sie zufriedene Kunden um ehrliche Bewertungen – ohne Gegenleistung.
  2. Für jede wichtige Leistung eine eigene SeiteWas bieten Sie an, für wen, wo, zu welchen Konditionen, wie läuft es ab? Eine KI kann nur weitergeben, was klar auf Ihrer Website steht.
  3. Echte Fragen Ihrer Kunden beantwortenSammeln Sie die Fragen, die Sie am Telefon immer wieder hören („Was kostet …?“, „Wie lange dauert …?“) und beantworten Sie sie ehrlich auf der passenden Seite.
  4. Eigene Erfahrung zeigenFotos aus Ihrem Betrieb, echte Projektbeispiele, Ihr Ablauf. Das unterscheidet Sie von austauschbaren Texten – genau darauf achtet Google laut eigener Aussage.
  5. Überall dieselben FirmendatenName, Adresse, Telefonnummer und Website identisch auf Website, Google, Branchenbüchern und Social Media.
  6. Technik prüfen: Dürfen die Crawler rein?Ist die Seite für Google indexierbar? Erlaubt Ihre robots.txt den OAI-SearchBot? Blockiert die Hosting-Firewall Bots? Lädt die Seite schnell auf dem Handy?
  7. Messen statt ratenIn der Google Search Console gibt es einen Bericht zur Leistung in den generativen KI-Funktionen. In Ihrer Statistik können Sie Besuche von chatgpt.com als eigene Quelle erkennen – und am wichtigsten: Fragen Sie neue Kunden, wie sie Sie gefunden haben.
Vorsicht bei diesen Versprechen
  • „Wir bringen Sie garantiert in ChatGPT“ – das kann niemand garantieren.
  • „Ihr monatliches KI-Ranking“ – KI-Antworten schwanken je nach Frage, Ort und Zeitpunkt. Seriös sind nur dokumentierte Stichproben.
  • Gekaufte Erwähnungen oder Bewertungen – verstoßen gegen die Richtlinien und können schaden.

Was Sie heute in 5 Minuten tun können

Prüfen Sie mit unserem kostenlosen Website-Check, ob die Grundlagen stimmen: Ist Ihre Seite für Google freigegeben, gibt es eine Sitemap, strukturierte Unternehmensdaten, eine mobile Darstellung? Danach lohnt ein Blick auf Ihr Google-Unternehmensprofil: Ist es vollständig und aktuell?

Wenn Sie Unterstützung möchten: Wir kümmern uns um lokale SEO in Köln und um Sichtbarkeit in KI-Suchen – mit klaren Aufgaben, monatlichem Bericht und ohne Ranking-Garantien, die niemand halten kann.

Quellen

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